Laminat auf Fußbodenheizung
Kann Laminat auf Fußbodenheizung verlegt werden? Die Frage kann man eindeutig mit „Ja“ beantworten, wenn einige Punkte beachtet werden.
Freigabe durch den Hersteller
Das zu verlegende Laminat muss für Fußbodenheizung freigegeben sein, das sollte auf dem Beipackzettel oder der Verleganleitung gekennzeichnet sein. Aber Vorsicht – wenn ein Laminat für Warmwasserfußbodenheizung freigegeben ist, bedeutet das nicht, dass die Freigabe auch für Elektrofußbodenheizung gilt.
Der Wärmedurchlasswiderstand
Der Wärmedurchlasswiderstand (WDW) gibt Auskunft über den Grad der Wärmedämmung eines Werkstoffes, je höher dieser Wert ist, umso höher ist die isolierende Wirkung und sollte im gesamten Aufbau der Oberbelagskonstruktion (Dampfsperre+Trittschall+Laminat) den Wert von 0,15qm K/W nicht überschreiten.
Laminat hat laut Herstellerangaben einen Wert von 0,05 bis 0,10 qm K/W, und ist abhängig von Stärke und Materialdichte. Auch bei den Unterlagen bzw. der Trittschalldämmung gibt es unterschiedliche Werte im Wärmedurchlasswiderstand, die wiederum abhängig von Stärke und Material sind
Man kann also sagen, je geringer die Werte der gewählten Materialien, desto besser ist auch die Effektivität der Fußbodenheizung. Wichtig ist jedoch das der Wert von 0,15 qm K/W nicht überschritten wird, da die Fußbodenheizung sonst nicht mehr wirtschaftlich arbeitet und die Räume im schlimmsten Fall nicht mehr richtig aufgeheizt werden können. Die PAPSilent Produkte Basic edition und die Premium Editonen haben einen extrem geringen Wärmedurchlasswiderstand von 0,004 bis 0,006 qm K/W und sind somit hervorragend für die Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet. Auch die PAPSilent viscolay Systeme mit 0,041 bis 0,046 qm K/W sind hier gut geeignet.
Haben Sie also beispielsweise ein Laminat mit einem Wert von 0,07 qm K/W und eine Trittschalldämmung mit einem Wert von 0,5 qm K/W, so ergibt sich ein Wert von 0,12 qm K/W, hinzu kommt noch ein Wert, der nicht genau berechnet, aber durchaus berücksichtigt werden sollte, die dämmende Wirkung des Luftpolsters zwischen den einzelnen Materialien. Daher ist es hier wichtig, bei Fußbodenheizungen auf einen möglichst geringen Wärmedurchlasswiderstand zu achten.
Dampfsperre
Eine Dampfsperre muss unbedingt verlegt werden, entweder in der Unterlage integriert oder separat verlegt.
Oberflächentemperatur
Die Oberflächentemperatur sollte 26° (Herstellerabhängig) nicht überschreiten, da sonst das Material übertrocknet und die Harze spröde werden können.
Es dürfen auch keine Teppiche oder Läufer ausgelegt werden, da es sonst zu Hitzestaus kommt.
Allgemeines
Klar sollte jedoch sein, dass die Heizkosten gegenüber einem Fliesenbelag leicht höher sein werden. Auch das Aufheizen der Räume wird länger dauern, wenn man den WDW einer verklebten Keramikfliese von durchschnittlich 0,02 qm K/W dem eines schwimmend verlegten Laminatfußbodens von durchschnittlich 0.14 qm K/W gegenüberstellt. Die optimale Kombination eines Laminatfußbodens (WDW 0,05 qm K/W) mit beispielsweise einer PAPSilent basic edition (WDW 0,004 qm K/W) kommt mit einem Gesamt- Wärmedurchlasswiderstand von 0,054 qm K/W dem Fliesenbelag aber sehr nahe.
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